Glossar T - Z
Talmud
Die Auslegung, Kommentierung und Ergänzung der Tora durch rabbinische Gelehrte.
Tallit
Bezeichnung für den jüdischen Gebetsmantel. Das Gewand hat eine rechteckige Form, an dessen Enden
Fäden geknüpft sind (Zizit). Diese Fäden sollen den Gläubigen stets an Gott und die Pflichten ihm gegenüber
erinnern.
Tefillin
Gebetsriemen aus Leder. Männliche Juden legen sie zum alltäglichen Gebet an, führen sie siebenmal um den
Arm und wickeln sie dann dreimal um die Hand und den Mittelfinger. Zu den Tefillin gehören auch
Gebetskapseln, die in der Nähe des Herzens und auf der Stirn getragen werden. In den Kapseln befinden sich
Texte aus der Tora.
Tora
Die Heilige jüdische Schrift mit den fünf Büchern Mose (Pentateuch) (im Christentum: Teil des Alten
Testaments). Sie wurde etwa vor 950 Jahren unserer Zeitrechnung aufgeschrieben. Tora ist ein hebräisches
Wort und bedeutet Lehre oder Unterweisung. Das Schriftstück ist von Hand geschrieben auf Pergament und
um zwei Stäbe gewickelt. Der Schreiber / Schriftgelehrte heißt Sofer.
Torazeiger / Torafinger
Jad genannt, ist ein Zeigestab zum Deuten der Textzeilen in der Tora Lesung. Er besteht aus einem silbernen
Stab, an dessen vorderem Ende sich eine kleine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger befindet. Die heilige
Schrift ist so kostbar, selbst der Rabbiner / in darf sie nicht berühren. Die Tora Rollen dürfen nicht
beschmutzt, beschädigt oder beschmutzt werden, falls doch, erhalten sie eine Bestattung auf einem
jüdischen Friedhof.
Text: Barbara M. Rubert M.A.
Wird fortlaufend ergänzt
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